Fotorestaurierung?

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Horsti Schmandhoff
Einsteiger
Beiträge: 2
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Fotorestaurierung?

Beitrag von Horsti Schmandhoff »

Guten Tag, Freeware-Perlenfischer!

Ich bin ein Sammler historischer Fotos, der Schwerpunkt meiner Sammlung sind Schwarzweissfotos zu dem Thema Deutsche Militärgeschichte, meine derzeitige noch überschaubare Sammlung umfasst etwa 6000 Fotos, darunter viele recht einmalige, und seltene Bilder.

Ich benutze einen Microtek ScanMaker 6000, mit der Software ScanWizard 5.

Was mich sehr interessiert, das sind Bildbearbeitungsprogramme mit der Option, die Scans alter Schwarzweissfotos zu optimieren, manuell, oder auch "automatisch".

Bisher benutze ich das Freeware Programm IrfanView 4.10, und die Software Ulead Photo Express, über eure Hinweise auf weitere Programme zur Optimierung der Scans würde ich mich sehr freuen...

Vielen Dank, und allen netten Menschen hier noch ein schönes, und sturmflutfreies Wochenende! :wink:

Aus dem kalten Norden grüsst

Michel
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zorro72
Mitglied
Beiträge: 155
Registriert: 25.03.05, 19:31

Beitrag von zorro72 »

Hmm, mir scheint, dass Du Dich nicht allzutief in die Materie begeben hast, und es wohl auch nicht unbedigt willst. Du brauchst also etwas einfaches, ist das so?

IrfanView unterstützt die Verwendung von Photoshop-kompatiblen Filtern, und ich möchte Dir 2 Stück ans Herz legen, die Du für Deine Zwecke brauchen kannst:
Improver und Tweaker von Xero-Graphics, mit dem Improver kannst du bis zu einem gewissen Mass Störungen glätten und gleichzeitig Schärfe behalten/erhöhen, mit Tweaker lassen sich sehr bequem dunkle und helle Bereiche unabhängig voneinander in ihrer Helligkeit regeln.

...im Normalfall jedoch geht man bei solchen Fotos mit Tonwertkorrektur und Gradationskurven ran, am besten konvertiert man das Foto in den LAB-Farbraum, dann kann man sehr viel selektiver Helligkeit und Farb-(bzw. Graustufen-)Balance einstellen.
Eine Automatik im Sinne von Batchverarbeitung würde nicht viel bringen, da die Fotos wohl aus verschiedenen Quellen stammen und somit keineswegs gleich behandelt werden können.
Für Kratzer und Staubeinschlüsse müsste Ulead PhotoExpress eine Automatik mitbringen, ob die zufriedenstellend arbeitet, weiss ich nicht. Aber auch hier ist manuelles Ausbessern die qualitativ hochwertigere Alternative.

Warten wir die nächsten Antworten ab :wink:
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QuoVadis
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Registriert: 18.04.06, 0:37

Beitrag von QuoVadis »

Gut, es kostet etwasn Geld, ist es aber wert:

Noise Ninja (Photoshop PlugIn)
http://www.picturecode.com/
QuoVadis, Author of qvPDF
D/L: http://sourceforge.net/projects/qvpdf
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Selbstredend
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Beitrag von Selbstredend »

Was genau umfasst denn bei dir die Restauration? Auch Kratzer/Risse entfernen...?
Fortschritt ist nur möglich indem man intelligent gegen die Regeln verstößt.
limaze
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Beiträge: 104
Registriert: 05.05.04, 14:13

Beitrag von limaze »

noiseninja und co sind der TOD aller bilder in hobbyhänden. lass bloss die finger von solchen harten sachen und beschränke dich, wie zorro gesagt hat, auf tonwertkorrektur.

dazu noch zwei tips:
1. weniger ist mehr!
2. man wird dem bild nachher immer die erfahrung des retuscheurs ansehen!
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Gordon
Beiträge: 16359
Registriert: 06.01.02, 18:46

Beitrag von Gordon »

Schließe mich dem auch an - Batch fällt aus. Ich habe vor ein paar Jahren mal einige alte Bilder eingescannt und die Kratzer mit Dustbuster geheilt, funktionierte eigentlich ganz gut.
http://www.essential-freebies.de/board/ ... php?t=6633
https://www.youtube.com/watch?v=c8aUI4hy2dM
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jakedo
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Beiträge: 152
Registriert: 10.09.07, 15:43

Beitrag von jakedo »

Hier gibt es eine kostenlose Anleitung für die Verbesserung alter Fotos.

Die Photoshopper #14 - Alte Bilder restaurieren

Die gezeigten Tipps sind zwar für Photoshop gedacht, aber vielleicht lassen sie sich ja auch mit anderen Programmen realisieren (Gimp?).
Timo
Mitglied
Beiträge: 52
Registriert: 30.01.07, 20:07

Beitrag von Timo »

>Eine Automatik im Sinne von Batchverarbeitung würde nicht
>viel bringen, da die Fotos wohl aus verschiedenen Quellen
>stammen und somit keineswegs gleich behandelt werden können.

D'accord. Bei 6000 Bildern hilft es nach Prioritäten zu sortieren.
Manuell würde ich pro Bild bei viel Erfahrung 1h ansetzen .. bei wenig
3h ...

>dazu noch zwei tips:
>1. weniger ist mehr!
>2. man wird dem bild nachher immer die erfahrung des
>retuscheurs ansehen!

Den Bilder, die ich vor 10 Jahren restauriert habe sieht man das auch an.
Alles weichgezeichnet.

Wenn man mit alten Bildern arbeitet, ist es keine Restaurierung, sondern eine Retusche ... jeder Eingriff ist desktruktiv.

Dann aber bitte nicht mit falsch kalibriertem LCD arbeiten, oder
die fertien Bilder als JPG abspeicher!

Zum Thema Knitter und Risse gibt es zum Glück viel RocketScience mittlerweile ... Inpainting mit Textursynthese sollte helfen ... aber dann eben immer mit Bildmasken arbeiten, um das ganze Bild nicht zu zerstören.
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Selbstredend
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Beiträge: 659
Registriert: 17.04.04, 22:10

Beitrag von Selbstredend »

Also *ähh* übertreibt ihr das nicht ein wenig? Hauptsache gut erkennbar oder?

Oder was sind deine Ansprüche Horsti?
Fortschritt ist nur möglich indem man intelligent gegen die Regeln verstößt.
freakstar4000
Mitglied
Beiträge: 110
Registriert: 13.06.07, 21:44

Beitrag von freakstar4000 »

Zumal es ja heute auch keinerlei Probleme mehr macht, selbst von großen Datenbeständen, wie etwa massenhaft Fotos, Backups zu ziehen.

Wenn man nicht gerade zu blöd ist, die Originalscans vor der Nachbearbeitung zu sichern (vorzugsweise gleich mehrfach, auf unterschiedliche Typen von Datenträgern, z.B. Festplatte, DVD-R und DVD-RAM, und diese Sicherungen dann auch noch gut aufzubewahren), kann von "destruktiv" oder "Tod aller Bilder" in einem pragmatischen Sinne eigentlich nicht mehr die Rede sein. Wenn einem die selbstretuschierten Bilder in zehn, zwanzig Jahren vielleicht nicht mehr gefallen sollten, weil man mittlerweile höhere Ansprüche stellt, kann man die Backups ja wieder hervorkramen und sich neu dran versuchen. Oder man kann erst mal eine Automatik drüberlaufen lassen, um erste Resultate zu haben, und dann, wenn man noch Lust hat, sich nach und nach an die manuelle Bearbeitung wagen.

In diesem Sinne verstehe ich hier gar nicht die Aufschreie, dass man so viel falsch machen könne und dass das so tragisch sei.
Jean
Beiträge: 13932
Registriert: 30.10.01, 12:41

Re: Fotorestaurierung?

Beitrag von Jean »

inzwischen wird ja alles schlauer, und mit Hilfe einer KI geht schon einiges (v.a. im Hinblick auf Gesichter-Restauration).

GFPGAN gibt es als Opensource-Phyton zum Frickeln
https://github.com/TencentARC/GFPGAN

oder Online z.B. unter
https://app.baseten.co/apps/QPp4nPE/ope ... ws/RqgOnqV
https://huggingface.co/spaces/akhaliq/GFPGAN

oder mit anderen Algorithmen
https://arc.tencent.com/en/ai-demos/faceRestoration
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