eigenes Internet- oder Netzwerk-Radio ausstrahlen

hier sind Anleitungen drin, die von unseren Usern oder Moderatoren nur für das EFB erstellt wurden

Moderatoren: Jean, |Gordon|, Moderatoren

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Gerry3k
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eigenes Internet- oder Netzwerk-Radio ausstrahlen

Beitrag von Gerry3k » 05.07.04, 22:34

Der aktuelle Guide ist hier bzw. weiter unten im Thread.
Zuletzt geändert von Gerry3k am 18.10.06, 20:16, insgesamt 1-mal geändert.

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ccanzler
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Beitrag von ccanzler » 06.07.04, 8:11

Ich will ja nicht klugschei..en ( :oops: ), aber ein "öffentliches" Webradio
ist u.U. GEMA-pflichtig, das sollte man bedenken.
Von daher ist die Erwähnung der Passwort-Funktion nicht unwichtig ...

Wenn es interessiert:
http://www.gema.de/kunden/direktion_rundfunk/
http://www.gema.de/kunden/direktion_run ... arif.shtml

Viele Grüße und einen sonnigen Dienstag ! :D

Gerry3k
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Beitrag von Gerry3k » 06.07.04, 11:25

Wieso klugschei..en? ist doch wichtig und richtig. Es gibt allerdings meines Wissens nach keine Möglichkeit, zu verhindern, dass jeder mithören kann. Vielleicht weiß ja hier jemand anderes mehr.
PS. Wenn man wirklich ein echtes Web- Radio aufmacht und keine GEMA zahlen will, muss man halt auf GEMA- freie Musik zurückgreifen. Gibts ja auch hier im Board.

Gerry3k
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Beitrag von Gerry3k » 28.02.05, 22:00

Oddcast ist übrigens jetzt in der Version 3.0.4 draußen und erlaubt das streamen von AAC, MP3 und WMA - was natürlich nur erlaubt ist wenn man im Besitz der Lizenzen ist. Neu ist auch die Möglichkeit, seinen Stream zu moderieren, auch wenn ich nicht weiß wie toll das funktioniert. Zusätzlich unterstützt das Plugin jetzt auch andere Streamserver wie shoutcast, ich schwöre jedoch weiterhin auf Icecast - es ist jetzt in Version 2.2.0 verfügbar und unterstützt auch aac.
Ein moderiertes Radio zu machen ist auf LANs übrigens sehr spaßig, besonders wenn man selber der Veranstalter ist und somit die Leute auf Events aufmerksam machen kann...

Zum Download von OddSock und Icecast

WICHTIG Wer sein Audio in MP3 oder AAC streamen will, muss laut Website eine Linzenz erwerben! Wer nur die dll- Dateien zum encoden von der Seite herunterlädt, die im Setup auf Nachfrage geöffnet werden kann, handelt also strafbar, wenn man nicht vorher die Kohlen an das Fraunhofer Institut und Co entrichtet hat. Also immer schön in OGG streamen, wenn man das Ganze so legal und preiswert wie möglich (umsonst) halten will ;)

PS Ich kann den Guide auch noch updaten wenn da Interesse besteht.

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Gordon
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Beitrag von Gordon » 02.03.05, 12:14

Vielleicht auch ganz interessant, dass ab 1. April die Tarife für Webradio deutlich erhöht werden und so ein Hobby ins Geld gehen kann. Im RollingStone 2/05 war ein ganz interessanter Beitrag über die Webradioszene in Deutschland, die vielleicht (zumindest zum Teil) bald wegsterben wird. Weiteres Infos unter http://www.gvl.de/gvl-neuer-webcastingtarif.htm sowie http://www.gvl-protest.de/
Während sich Viren leicht in schwachen Körpern ausbreiten, passiert dasselbe mit Verschwörungstheorien bei schwachen Geistern, insbesondere wenn Antikörper in Form von Bildung fehlen.

Gerry3k
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Beitrag von Gerry3k » 02.03.05, 14:09

Auch wenn ich mich frage, was die mit so einer Tarifumgestaltung, die ja vielen schadet, bezwecken... als ob jemand so viel Geld für's Internetradio zahlen würde, wenn mans eh nur hobbymäßig macht. Ich denke die schießen sich da selber nicht allzu sanft ins Knie. Vielleicht wollen sie das Internetradio ja auch verhindern? Schließlich kann da jeder Pirat viel leichter alles mitschneiden (Achtung hier ist ein wenig Ironie).
Komische Welt...

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Gordon
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Beitrag von Gordon » 02.03.05, 14:53

Gerry3k hat geschrieben:Vielleicht wollen sie das Internetradio ja auch verhindern?
Denke ich wirklich, die MI-Lobby hat ganze Arbeit geleistet. Welchen Sinn sollten ansonsten die neuen Bedingungen machen?
Webradios dürfen in Sendungen oder auf ihrer Webseite keine Programmvorschau veröffentlichen in der Musiktitel bekannt gegeben werden.

Künstler, die im Programm gespielt werden, dürfen nicht im Voraus genannt werden. Es darf nur angekündigt werden, dass ein bestimmter Künstler innerhalb eines nicht näher bestimmten Zeitrahmens im Programm enthalten sein wird

Internetradios dürfen innerhalb von drei Stunden nicht:

- mehr als drei verschiedene Titel von einem bestimmten Album spielen.
- mehr als zwei verschiedene Titel von einem bestimmten Album hintereinander spielen.
- mehr als vier verschiedene Titel eines bestimmten Künstlers oder einer Compilation spielen, davon nicht mehr als drei aufeinander folgend.
Obwohl ich mir bei Forderungen wie "Bei Erwerb einer "multiterritorialen Lizenz" muss außerdem gemeldet werden in welchen Ländern das Programm gehört wurde." ernsthafte Gedanken um die geistige Gesundheit des Verfassers und sein Wissen um's Internet mache ...
Während sich Viren leicht in schwachen Körpern ausbreiten, passiert dasselbe mit Verschwörungstheorien bei schwachen Geistern, insbesondere wenn Antikörper in Form von Bildung fehlen.

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Beitrag von Gerry3k » 02.03.05, 21:31

Obwohl ich mir bei Forderungen wie "Bei Erwerb einer "multiterritorialen Lizenz" muss außerdem gemeldet werden in welchen Ländern das Programm gehört wurde." ernsthafte Gedanken um die geistige Gesundheit des Verfassers und sein Wissen um's Internet mache ...
Deshalb funktioniert's bei unserer Musikindustrie auch nich mit dem Vertrieb über selbiges :D In Wirklichkeit sind sie nur neidisch.

Aber das wäre ich mit einer solchen Unfähigkeit auch.
Ich kann mir die Umsetzung einer solchen Forderung höchstens vorstellen, dass der Stream- Server immer die IP des Listeners erst überprüfen muss und dann schauen soll, zu welcher Range sie gehört. Wenn die IP dann nicht aus D kommt, darf die Verbindung nicht hergestellt werden.
So weit so hohl, verstehe ich doch nicht ob es jetzt einen Unterschied macht ob von den 25 Listenern 20 aus Deutschland kommen und 4 andere irgendwo anders aus Europa und der Letzte ist Japaner - warum soll man dafür eine Lizenz erwerben?
Das wäre ja dann nur noch Intra- Net... und all das worauf man die ganze Zeit hingearbeitet hat ist zumindest in diesem Bereich zum Teufel. Das GWW (german wide web) Radio, ganz toll.

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-|CABAL|-
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Beitrag von -|CABAL|- » 02.03.05, 21:54

Gordon hat geschrieben:
Gerry3k hat geschrieben:Vielleicht wollen sie das Internetradio ja auch verhindern?
Denke ich wirklich, die MI-Lobby hat ganze Arbeit geleistet. Welchen Sinn sollten ansonsten die neuen Bedingungen machen?
Webradios dürfen in Sendungen oder auf ihrer Webseite keine Programmvorschau veröffentlichen in der Musiktitel bekannt gegeben werden.

Künstler, die im Programm gespielt werden, dürfen nicht im Voraus genannt werden. Es darf nur angekündigt werden, dass ein bestimmter Künstler innerhalb eines nicht näher bestimmten Zeitrahmens im Programm enthalten sein wird

Internetradios dürfen innerhalb von drei Stunden nicht:

- mehr als drei verschiedene Titel von einem bestimmten Album spielen.
- mehr als zwei verschiedene Titel von einem bestimmten Album hintereinander spielen.
- mehr als vier verschiedene Titel eines bestimmten Künstlers oder einer Compilation spielen, davon nicht mehr als drei aufeinander folgend.
Obwohl ich mir bei Forderungen wie "Bei Erwerb einer "multiterritorialen Lizenz" muss außerdem gemeldet werden in welchen Ländern das Programm gehört wurde." ernsthafte Gedanken um die geistige Gesundheit des Verfassers und sein Wissen um's Internet mache ...

Die geistige Verfassung desjenigen ist einwandfrei, man will halt den Schein wahren das System in Wirklichkeit aber weitesgehend unterbinden.
Das vielleicht normale Radios mit dahinter stecken ist auch nicht von der Hand zu weisen. Man beobachte mal die fast schon fanatische Verhöhnung der Printmedien, wenn sie über Blogs, Boards etc. berichten ... Konkurrenz bzw. beginnende Konkurrenz ...
Ärgert dich dein Auge, so reiss es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.

[i]Heinrich Heine[/i]

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Beitrag von Gerry3k » 13.07.05, 23:34

Da mich in letzter Zeit immer noch Leute anschreiben, bei denen die Installation des Radios nicht ganz funktioniert und da es mittlerweile neue Versionen der von mir vorgestellten Programme gibt, habe ich mich dazu entschlossen, den Guide upzudaten (oder zu updaten?). Da ich dafür aber an verschiedenen Stellen Einzelnes ändern müsste, schreibe ich den Guide komplett neu. Ich werde mich auch diesmal ganz auf OGG beschränken, da es ja jetzt von so gut wie allen Playern unterstützt wird.

Installation von Icecast 2.2
Ladet euch icecast hier herunter und installiert es in ein Verzeichnis eurer Wahl. Da ich Shoutcast nicht mehr benutze, gehe ich an dieser Stelle auch nicht darauf ein, denke aber, dass das ganze Prozedere ähnlich ablaufen wird.
Nach einer erfolgreichen Installation (die ja wohl jeder hinbekommen wird) ist es erst einmal wichtig, die Configdatei von Icecast zu bearbeiten. Die Standard- Config ist sehr kurz gehalten und umfasst auch nur die wichtigsten Punkte, wer mehr einstellen möchte, kann die Dateien entsprechend umbenennen. Die kurze Datei reicht aber meistens völlig aus und ist genau wie ihr großer Bruder sher gut kommentiert. Ich werde hier mal so eine Standard- Konfigdatei zerlegen. Um schnell und einfach an die Konfigdatei heranzukommen, startet Icecast, allerdings nicht den Server (stoppt ihn gegebenenfalls) und klickt auf Configuration -> Edit Configuration. Es sollte sich der Editor mit der Konfig öffnen.

Code: Alles auswählen

<!-- This config file contains a minimal set of configurable parameters,
     and mostly just contains the things you need to change.  We created
     this for those who got scared away from the rather large and heavily
     commented icecast.xml.dist file. -->
<icecast>
    <limits>
        <sources>64</sources>
    </limits>
Der Anfang beschreibt das, was ich gerade bezüglich der Größe der Konfigdatei geschrieben habe, in Englisch. Daher ist es auch mit <!-- und --> auskommentiert. Die Einstellungen beginnen ab <icecast> und die erste Rubrik ist <sources>. Tragt hier als Zahl die maximal erlaubte Zahl der Quellen bzw. Streams ein.

Code: Alles auswählen

    <authentication>
        <source-password>hackme</source-password>
        <relay-password>hackme</relay-password>
        <admin-user>admin</admin-user>
        <admin-password>hackme</admin-password>
    </authentication>
Dieser Teil beschäftigt sich mit den Passwörtern, die die Quellen und der Admin, wenn er sich im Webinterface einloggt, eingeben muss. Es ist natürlich nicht sinnvoll, überall das gleiche Passwort einzutragen.
<source-password> ist das Passwort, dass die Quellen mitschicken müssen, damit Icecast sie akzeptiert. <admin-user> ist der Username des Admins (in unserem Fall admin, kann bzw. sollte man auch ändern) und <admin-password> sein Passwort. Wenn man seinen Icecastserver als Relay einrichtet, wenn er also die Daten direkt an andere IcecastServer verteilen soll (um Last zu verteilen etc), lässt sich hier dafür ein Kennwort wählen. Bisher habe ich es allerdings nicht gebraucht und kann deshalb auch nichts aus meiner Erfahrung berichten.
Wenn ihr mehrere Streams machen wollt, die ihr mit verschiedenen Passwörtern versehen wollt, ihr z.B. Freunden ermöglichen wollt, eueren Icecast- Server auch zu nutzen, ihnen aber nur eingeschränkte Möglichkeiten geben wollt, könnt ihr auch sogenannte Mount- Sections machen. So eine Section sieht folgendermaßen aus:

Code: Alles auswählen

   <mount>
		<mount-name>/stream.ogg</mount-name>
		<password>Passwort</password>
		<clients>50</clients>
	</mount>
Selbe Geschichte wie oben, nur gilt es eben nur für den spezifizierten Stream.

Code: Alles auswählen

    <directory>
        <yp-url-timeout>15</yp-url-timeout>
        <yp-url>http://dir.xiph.org/cgi-bin/yp-cgi</yp-url>
    </directory>
Falls mindestens einer euer Streams public sein soll (hier gibt es noch eine ganze Menge zu beachten - am besten den ganzen Thread durchlesen), so könnt ihr hier (bei <yp-url>) die Liste, wo euer Server eingetragen werden soll, ändern. Für die meisten reicht es so, wer allerdings einen root- Server haben sollte und sein Radio bei Shoutcast eintragen lassen will, hier ist die richtige Addresse. ACHTUNG: Ich habe es auch nie probiert und kann daher keine Richtigkeit hierfür übernehmen. Die meisten werden es eh nie brauchen.

Code: Alles auswählen

<hostname>eueraccountbeisoetwaswie.dyndns.org</hostname>
Hier könnt ihr die Addresse eures Servers eintragen; sie ist soweit ich weiß nur für das Webinterface wichtig, da diese Addresse in der m3u- Datei eingetragen wird, die sich zuhörwillige User aus dem Interface herunterladen können. Tragt die Addresse OHNE http:// oder andere slashes ein - sie werden automatisch hinzugefügt. Falls ihr eine feste iP- Adresse habt, kann sie hier natürlich auch eingetragen werden.

Code: Alles auswählen

    <listen-socket>
        <port>8000</port>
    </listen-socket>
Den Port für alles hier eintragen.

Code: Alles auswählen

    <fileserve>1</fileserve>
Soll Icecast ein Webinterface bereitstellen? 1 für ja, 0 für nein.

Code: Alles auswählen

    <paths>
        <logdir>./logs</logdir>
        <webroot>./web</webroot>
        <adminroot>./admin</adminroot>
        <alias source="/" dest="/status.xsl"/>
    </paths>
    <logging>
        <accesslog>access.log</accesslog>
        <errorlog>error.log</errorlog>
      	<loglevel>3</loglevel> <!-- 4 Debug, 3 Info, 2 Warn, 1 Error -->
    </logging>
</icecast>
<paths> gibt die Pfade an, ich empfehle sie so zu lassen, außerdem könnt ihr noch die Logdateien umbenennen, ich empfehle aber, alle Settings, wie sie hier sind, zu belassen.
Damit sind wir schon durch icecast durch. Solltet ihr ins Internet streamen, vergesst nicht, Port 8000 zu forwarden (insofern ihr einen Router habt) und icecast in eurer Firewall alles erlaubt (braucht ihr auch für's Netzwerk). Fertig ist Icecast, ihr könnt es schon starten wenn ihr wollt.
ACHTUNG: Wer öffentlich übers Internet streamen will, sollte sich die anderen Konfigurationsdateien anschauen, dort gibt es mehr Einstellungsmöglichkeiten wie z.B. die maximale Anzahl der Listener (es ist <clients> in <limits>. Was ich im ersten Post bezüglich der Konfig geschrieben habe, stimmt noch.).

Wahl einer Quelle

Jetzt müsst ich euc für eine Art des Radios entscheiden - entweder ein moderiertes oder eins, das einfach eine Playlist herunterspielt. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile.

Vorteile des moderierten Radios:
-Ihr könnt jede Audiodatei als Quelle nehmen
-Ihr könnt das Radio moderieren (auch kommentieren per Mikrofon)
-Der Zuhörer hört genau das, was euer Audioplayer (foobar oder Winamp) ausgibt)
-Ihr könnt die benötigte Bandbreite ziemlich gut abschätzen

Nachteile:
-Das ganze ist relativ rechenintensiv
-Der Encoder encodet stur in der von euch eingestelten Qualität
-Es kann wie bei jeder Umwandlung von lossy zu lossy zu weiterem Qualitätsverlust kommen

Vorteile des Radios, das nur eine Playlist abspielt:
-Es braucht so gut wie keine CPU
-Der Zuhörer bekommt genau die von euch encodeten ogg- files, d.h. kein Qualitätsverlust durch mehrfaches Encoden
-Durch encoder wie den oggenc2 mit aoTuVs Code könnt ihr qualitativ absolut hochwertige Musik streamen

Nachteile:
-Die Musik muss als OGG vorliegen
-Die Lieder sollten untereinander qualitätsmäßig nicht zu stark voneinander abweichen, damit die benötigte Bandbreite nicht zu sehr schwankt
-Die Qualität der Sourcefiles sollte für Streaming übers Internet nicht allzu hoch sein, damit die Dateigröße und damit benötigte Bandbreite nicht so hoch ist
Ihr habt keinen Einfluss auf die gestreamte Musik - sobald der Player spielt, spielt er :D Ihr könnt ihn nur noch abschalten.

Jetzt muss jeder selbst wissen, wofür er sich entscheidet.

Moderiertes Radio
Wer sich für diese Art des Radios entscheidet, braucht 1. einen Player wie foobar (EFB-Suche) oder winamp (EFB-Suche) und das dazugehörige DSP. Es darf allerdings nicht die foobar beta sein, da diese keine 3rd- Party- Plugins unterstützt. Da ich selber Winamp nicht mehr benutze, kann ich nicht sagen, ob man auf irgendetwas aufpassen muss, aber ich glaube, dass dort alles ganz glatt funktioniert.
Das benötigte DSP gibt es hier sowohl für foobar als auch für Winamp. Einfach für den jeweiligen Player herunterladen und installieren. Wenn ihr das getan habt, den Player starten und das Oddcast Plugin aktivieren. Es erscheint ein neues Fenster - klickt zuerst auf den Knopf "Add Encoder"; es sollte in der Liste ein neuer Eintrag erscheinen. Rechtsklickt darauf, wählt und tragt hier bei den Einstellungen das ein, was ich auch bei Icecast eingetragen habt (Encoder Password = Source Password). Macht die restlichen Einstellungen so, wie ihr wollt bzw. wie ihr sie in eurem Fall für richtig haltet. Übrigens: Eine Qualität von 0 bei OGG entspricht einer durchschnittlichen Bitrate von 64 kbit/s, q1=80, q2=96, q3=112, q4=128, q-1(ja das gibt es auch)=48, q-2=32... Es sei gesagt, dass behauptet wird, dass ogg schon bei 128 kbit/s transparenz erreicht, d.h. für den Menschen wie das Original auf der CD klingt. Viel mehr als q4 ist also nicht nötig.
Der Mountpoint, den ihr eintragen könnt, wird später wichtig sein, ihr braucht ihn euch allerdings nicht zu merken. wichtig ist nur, dass er mit "/" (natürlich ohne Anführungsstriche) beginnt und ihr dann einen Dateinamen mit der Endung ".ogg" (wieder ohne Anführungsstriche) eingebt. Die YP Settings geben an, wie euer Server in der oben genannten Onlineliste präsentiert wird.
Meistens läuft Icecast ja eh auf dem eigenen Rechner, wählt also als Server IP localhost bzw. 127.0.0.1 oder halt die IP des Rechners, auf dem Icecast läuft.
Eigentlich solltet ihr jetzt fertig sein. Startet Icecast, spielt ein Lied in der Playlist an und klickt in oddcast auf "connect", ihr könnt auch einen Haken bei "Auto- Connect" setzen. Dann verbindet Oddcast beim Start zum Icecast- Server.
Es gibt auch die Möglichkeit, mehrere Encoder mit verschiedenen Einstellungen zu nutzen, das wird aber sehr rechenintensiv.
Wenn ihr alles richtig gemacht habt, sollten eure Zuhörer jetzt über "http://EureIP:DerIcecastPort/euermountpoint.ogg" zuhören können. In einem konkreten Beispiel wäre das "http://192.168.0.1:8000/radio.ogg".
Über den Mikrofonknopf in Oddcast könnt ihr sogar das Radio moderieren.

Playlist- Radio
Hierfür benötigt ihr ezstream. Ladet es herunter und installiert es ins Verzeichnis eurer Wahl.
Öffnet nach der Installation die Datei ezstream_vorbis.xml und bearbeitet sie. ezstream kann zwar auch die Dateien neu umkodieren, dann kann man allerdings direkt Oddcast nehmen.

Code: Alles auswählen

<!-- This example is for a input playlist that must contain
     all OggVorbis files. ezstream will perform NO reencoding, and
     the destination stream bitrate, channels, etc. will be those
     of the input files -->
<ezstream>
    <url>http://IcecastIPoderHost:Portfüralles/Mountpoint.ogg</url>
Gebt hier das ein, was für euren Icecastserver zutrifft, z.B. http://localhost:8000/LANRadio.ogg

Code: Alles auswählen

    <sourcepassword>hackme</sourcepassword>
    <format>VORBIS</format>
    <filename>ZuStreamendeDatei.ext</filename>
    <svrinfoname>DeinStream</svrinfoname>    
    <svrinfourl>http://www.oddsock.org</svrinfourl> 
    <svrinfogenre>RockNRoll</svrinfogenre>
    <svrinfodescription>StreamBeschreibung</svrinfodescription>
    <svrinfobitrate>192</svrinfobitrate>    
    <svrinfoquality>6.0</svrinfoquality>    
    <svrinfochannels>2</svrinfochannels>
    <svrinfosamplerate>44100</svrinfosamplerate>
    <svrinfopublic>0</svrinfopublic>    
</ezstream>
Den Rest der config mache ich jetzt im Schnelldurchgang.
Sourcepassword: Das, welches auch bei Icecast eingetragen wurde. Wenn sie nicht übereinstimmen, akzeptiert Icecast ezstream als Quelle nicht.
format: Muss hier natürlich VORBIS bleiben.
filename: Die Datei, die gestreamt werden soll. Dazu gleich mehr.
Die svrinfoEinstellungen geben an, was für Daten an den Server geschickt werden. Da sie sich selbst erklären, tue ich das hier nur bei denen, die vielleicht ein wenig Verwirrung stiften.
svrinfobitrate, svrinfoquality, svrinfochannels und svrinfosamplerate senden dem Server Daten über das Material, das gestreamt wird. Diese Daten müssen nicht stimmen, bedenkt jedoch, dass wenn euer Server gelistet werden sollte, die Listener sich ärgern werden wenn ihr zum Beispiel 56 kbit/s angebt und dann 192 kbit/s kommen. Fürs LAN isses aber eigentlich echt egal. Genauso bei den restlichen svrinfo- Einstellungen. Das svrinfopublic gibt an, ob dieser Stream (Icecast kann schließlich mehrere handlen) public sein soll.
Die zu Streamende Datei kann entweder eine einzelne ogg- Datei sein (den Sinn möchte ich allerdings anzweifeln) oder eine Playlist. Ich habe zum Beispiel mit fobar eine Playlist (natürlich nur aus oggs) zusammengestellt und im ezstream- Verzeichnis gespeichert. Ob einfache Listendateien auch funktionieren, weiß ich nicht.
Jetzt gehts los, startet euren Icecast- Server und startet ezstream aus der Kommandozeile per "ezstream -c ezstream_VORBIS.xml", ohne Anführungszeichen natürlich. ezstream wird zum Icecast- Server connecten und seine Playlist streamen, auf die ihr jetzt keinen Einfluss mehr habt. Ihr könnt aber mal probieren, die Playlist zu bearbeiten, ich habs noch nie gemacht.
Das wars auch schon, hatte ganz vergessen dass der Guide unfertig war, bei Verbesserungsvorschlägen oder Fragen einfach im Forum posten oder ne PM schreiben, bei einer kleinen Frage geht auch ICQ. Viel Spaß noch mit eurem eigenen Radio :D
Zuletzt geändert von Gerry3k am 05.05.06, 9:58, insgesamt 3-mal geändert.

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Beitrag von Gerry3k » 27.09.06, 20:06

Oddcast unterstützt in der neuesten Version auch foobar ab 0.9 , außerdem lässt sich der aac- encoder von Winamp von CodingTechnologies auch nutzen. AOL zahlt die Lizenz, daher sollte das Ganze auch legal sein. Dafür einfach die Dateien "nscrt.dll" aus dem Winamp- und die Datei "enc_aacplus" aus dem Winamp- Pluginsverzeichnis in das foobar- Wurzelverzeichnis kopieren.

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ccanzler
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Beitrag von ccanzler » 18.10.06, 19:24

Jetzt scheint es also loszugehen ...

"GEMA hat nichtlizenzierte Webradios im Visier"

Mehr unter
http://www.heise.de/newsticker/meldung/79687

Gerry3k
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Beitrag von Gerry3k » 18.10.06, 20:12

Unter www.gema.de/lizenzshop kann man iirc relativ günstige Lizenzen erwerben, auch wenn die Lizenz relativ restrikt ist.

Edit: ist abei Heise auch erwähnt.

kmrd
Einsteiger
Beiträge: 1
Registriert: 20.07.10, 0:07

Re:

Beitrag von kmrd » 20.07.10, 0:22

Guten Tag - Hallo - ich habe mich eben registriert, weil ich über Google auf Eure interessante Unterhaltung stieß.
Und nun habe ich dazu eine Frage.
Es geht um GEMA u.ä Kosten.
Gelegentlich soll an unsere Mitglieder zu bestimmten Zeiten eine 1stündige Sendung laufen. Natürlich auch mit etwas Musik. Vom Club-PC aus. Das wären maximal 10 Leute.
Geld haben wir nicht, es ist alles gemeinnützig hier.

Aber meine eigentliche Frage ist technischer Natur:
Wenn jedes Mitglied eine Dyndns-Adresse unseres Streams besitzt und empfängt, dann ist doch die IP-Adresse des Club-PCs überhaupt nicht zu ermitteln, oder sehe ich das falsch?
Dyndns ist eine Firma in den USA.
Wie sollte das gehen?
Selbst KiPo-Seiten können nicht gesperrt werden - hat die Gema mehr Macht?

Bitte entschuldigt, wenn ich hier sehr naiv "rüberkomme" und Danke schon mal im Voraus

Jean
Beiträge: 11844
Registriert: 30.10.01, 12:41

Re: eigenes Internet- oder Netzwerk-Radio ausstrahlen

Beitrag von Jean » 20.07.10, 1:09

> dann ist doch die IP-Adresse des Club-PCs überhaupt nicht zu ermitteln, oder sehe ich das falsch?

ob die Gema oder ihre Big Sisters soetwas können oder nicht ist, ist hier nicht das Thema.
Wenn für deinen Einsatzzweck Gebühren fällig sind, dann gibt es nur eine Lösung.

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